Das Startchancen-Programm eröffnet Schulen neue Möglichkeiten, ihre pädagogische Arbeit gezielt weiterzuentwickeln. Mit dem Chancenbudget in Säule II können Maßnahmen umgesetzt werden, die sich an den konkreten Bedarfen der jeweiligen Schule orientieren.
Eine zentrale Frage dabei lautet: Wie können Diagnostik, Lernentwicklung und individuelle Förderung im Schulalltag nachhaltig miteinander verbunden werden?
Genau hier setzt die Lernentwicklungsmappe LEM an.
Von Diagnostik zu gezielter Förderung
In Schulen stehen bereits viele Informationen über die Lernentwicklung von Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Diagnostische Ergebnisse, Kompetenzbewertungen, Beobachtungen und bisherige Fördermaßnahmen liegen jedoch häufig an unterschiedlichen Stellen.
Die Herausforderung besteht deshalb nicht allein darin, weitere Daten zu erheben.
Entscheidend ist, vorhandene Informationen für konkrete Förderentscheidungen nutzbar zu machen.
Die LEM führt diese Bereiche in einer gemeinsamen digitalen Struktur zusammen:
Diagnostik → Lernentwicklung → Förderbedarf → Förderziel → Maßnahme → Evaluation
So entsteht ein Förderprozess, der nicht mit einem einzelnen Förderplan endet, sondern kontinuierlich weitergeführt werden kann.
Mehr als ein digitaler Förderplan
Die LEM wurde aus der schulischen Praxis heraus entwickelt. Ausgangspunkt war der Bedarf, Lernstände, Kompetenzen, Förderung und schulische Dokumentation sinnvoll miteinander zu verbinden.
Heute unterstützt die LEM Schulen in drei zentralen Bereichen:
Planen
Lernziele, Kompetenzbereiche und Unterricht können strukturiert vorbereitet und miteinander verbunden werden.
Fördern
Diagnostische Informationen und Kompetenzentwicklungen bilden die Grundlage für individuelle Förderziele und Maßnahmen. Entwicklungen können über mehrere Schuljahre nachvollzogen und Fördermaßnahmen evaluiert werden.
Dokumentieren
Bereits vorhandene Informationen können für unterschiedliche schulische Dokumentationsprozesse weiterverwendet werden. Dadurch entsteht eine langfristige Lernentwicklungsbiografie, auf die Lehrkräfte und Klassenteams gemeinsam aufbauen können.
Warum ist das für Startchancen-Schulen interessant?
Das Chancenbudget in Säule II des Startchancen-Programms ermöglicht Schulen, Maßnahmen entsprechend ihrer konkreten Ausgangslage und ihrer Entwicklungsziele umzusetzen.
Die LEM adressiert dabei insbesondere Bereiche wie:
- individuelle Diagnostik
- Dokumentation von Lernstandsentwicklungen
- individuelle und adaptive Förderung
- Evaluation von Fördermaßnahmen
- datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung
Damit kann die Einführung der LEM als Teil einer schulischen Entwicklungsmaßnahme gedacht werden.
Es geht also nicht lediglich um die Anschaffung einer Software.
Es geht um die Einführung einer gemeinsamen schulweiten Struktur für Lernentwicklung und individuelle Förderung.
Wie kann eine Schule die Einführung der LEM begründen?
Ausgangspunkt sollte immer der konkrete Bedarf der Schule sein.
Eine mögliche Bedarfsbeschreibung könnte beispielsweise lauten:
Zur Weiterentwicklung der individuellen Förderung soll eine einheitliche digitale Struktur geschaffen werden, in der diagnostische Informationen, Kompetenzentwicklungen, Förderziele, Fördermaßnahmen und deren Evaluation langfristig miteinander verbunden werden können. Die Lernentwicklung soll über mehrere Schuljahre nachvollziehbar bleiben und als Grundlage für weitere Förderentscheidungen dienen.
Auf dieser Grundlage kann die Einführung einer digitalen Lernentwicklungsmappe als konkrete Maßnahme beschrieben werden.
Die Einführung der Lernentwicklungsmappe mit Hilfe des Chancenbudget beschreiben und unterstüzen wir ausführlich in unserem Reader.
Was kostet die LEM?
Die LEM wird als schulweite Jahreslizenz angeboten.
Sonderpädagogische Förderzentren: 2.000 € brutto pro Schule und Jahr
Alle weiteren Schularten und Förderschwerpunkte: 1.500 € brutto pro Schule und Jahr
Der Preis ist unabhängig von der Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte.
Zur Jahreslizenz gehören außerdem technischer Support, eine Adminschulung, eine jährliche Lehrkräftefortbildung und ein ausführlicher Tutorialbereich.
Unterstützung bei der Beschaffung
Schulen müssen sich bei der Einführung der LEM nicht alle notwendigen Informationen selbst zusammensuchen.
Förder Fokus stellt auf Wunsch unter anderem folgende Unterlagen bereit:
- Angebot und Leistungsbeschreibung
- Datenschutzinformationen
- Unterlagen zur Auftragsverarbeitung
- technische Informationen
- Vertragsunterlagen
- Textbausteine für Bedarf und Maßnahme
- Kriterien für den Vergleich weiterer Angebote
Damit kann die Schule die Beschaffung auf Grundlage ihrer eigenen Vorgaben prüfen und vorbereiten.
Lernentwicklung nachhaltig gestalten
Das Startchancen-Programm bietet die Möglichkeit, nicht nur kurzfristige Einzelmaßnahmen umzusetzen, sondern nachhaltige Strukturen für die schulische Arbeit aufzubauen.
Die LEM setzt genau dort an.
Sie macht Lernentwicklung langfristig sichtbar, verbindet diagnostische Informationen mit konkreter Förderung und schafft eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Lehrkräfte und Klassenteams.
So wird aus Dokumentation eine Grundlage für gezielte Förderung.
Weitere Informationen zur Einordnung der LEM in das Startchancen-Programm, zu Kosten, Beschaffung und benötigten Unterlagen finden Sie auf unserer Startchancen-Seite.
Hinweis: Die konkrete Finanzierung aus dem Chancenbudget wird von der jeweiligen Schule im Rahmen ihrer Bedarfsplanung und der für sie geltenden Vorgaben geprüft und entschieden.
